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17.11.2014, Jette Lyssewski.

Die ca. achtstündige Autofahrt mit Anhänger nach Bayern zum Starnberger See war nicht sehr aufregend, doch trotzdem waren wir gespannt, was uns erwarten würde. Es war nämlich auch die erste gemeinsame Deutsche Meisterschaft von Jelena und mir als Team im 420er.

Irgendwann um 11-12 Uhr am Mittwoch, dem 01.10.2014, erreichten wir mit unserem Vereinsboot, dem „Blanken Hans“ GER 52977, den Münchener Yachtclub MYC. Nach dem Aufbau des Bootes und kurzem Austausch mit den Mitseglern der anderen Hamburger Vereine begann auch schon die Vermessung. Trotz einiger Verbesserungen, die wir noch vornehmen mussten und einer gewissen Wartezeit, verlief alles reibungslos.

Nach der Vermessung haben wir uns in der 3 km entfernten Jugendherberge Possenhofen (neben dem Schloss von Sissi direkt am See) einquartiert. Am Donnerstag, 02.10.14, war die Stimmung dann auch schon ganz anders. Die Gruppen wurden eingeteilt, die Steuermannsbesprechung begann, und zum Schluss sind wir noch einmal alles durchgegangen: Haben wir alles Wichtige im Boot, wissen wir den Kurs, ist Essen und Trinken vorhanden (ganz wichtig)?

Der Start wurde bedingt durch die allgemeine Hochdruck-Wetterlage nach hinten verlegt. Damit wurde die Wartezeit verkürzt, und wir mussten nicht so lange warten, bis die Sonne die Nebeldecke vertrieben hatte und sich dadurch der Wind stabilisierte. An den darauf folgenden Tagen war die Wartezeit wegen dieser Faktoren deutlich länger.

Um ca. 13:00 Uhr konnten wir zum Start auf dem Wasser ansetzen. Insgesamt haben wir fünf Wettfahrten geschafft: am Donnerstag drei und am Freitag zwei Durchläufe. Oft wurde die Startlinie verschoben oder wir wurden im Schleppverband zu einem anderen Startfeld auf dem See gebracht. Vor allen Dingen am Freitag verloren wir viel Zeit damit.

Der Wind war an allen Tagen sehr mäßig. Am ersten Regattatag war er sehr durchwachsen. In der ersten Wettfahrt hatten wir vielleicht gute drei (abnehmend zwei) Windstärken, bei der zweiten Wettfahrt hatten wir mit Glück manchmal sogar drei bis vier Windstärken, doch im Laufe des Tages nahm der Wind wieder ab, und wir mussten die dritte Wettfahrt bei zwei bis drei Windstärken segeln. Am Freitag war dies ähnlich, doch die Windstärken bewegten sich eher im Bereich von zwei bis drei Windstärken. Zwischendurch trieb man eher, als dass man segelte. Unter anderem war es auch sehr schwierig, mit den Winddrehern zu segeln, in so einem großen Feld einen guten Start hinzulegen oder sich überhaupt für die richtige Seite zu entscheiden. In manchen Rennen hatten wir uns aber richtig entschieden und sind dementsprechend auch im guten Mittelfeld ins Ziel gekommen. In anderen Rennen hatten wir auch in allem Pech. Aber diese Ergebnisse haben wir so gut es geht vergessen und versuchten im nächsten Rennen wieder alles zu geben!

Die Tage darauf, Samstag und Sonntag, haben wir auf Grund von unbeständigem oder gar keinem Wind nicht segeln können und haben uns zwei schöne, mit Warten verbundene Tage auf dem Vereinsgelände gemacht.

Wir landeten leider in der Gesamtwertung auf dem 85sten Platz von 101 Booten. Umso mehr freuen wir uns für Tom-Louis und Calino aus dem MSC. Sie haben echt knapp (punktgleich mit dem Zweiten) den deutschen Meistertitel der 420er nach Hamburg geholt. Glückwunsch! Nach der Siegerehrung ging die lange Autofahrt wieder los. Doch es war wirklich eine echt schöne Veranstaltung. Die Organisierung war super, die Leute waren alle sehr nett und hilfsbereit. Und Jelena und ich hatten viel Spaß!

Vielleicht konntet Ihr ja einen kleinen Einblick in unser Regattaleben gewinnen.

Fotos von Thomas Lyssewski

 

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