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20.10.2016 Webredaktion

Jedes Jahr macht eine Gruppe von fortgeschrittenen Optiseglern eine Elbeausfahrt mit Zeltübernachtung.

2015 fiel die Elbeausfahrt an einem stürmischen, kalten und regnerischen Septemberwochenende buchstäblich ins Wasser ( die dabei gewesen sind wissen wie und wir berichteten auch lieber nicht).

Diese Jahr sollte es anderes werden.

Dadurch, dass wir nicht an dem Wochenende des Wedeler Yachthafenfestes fahren wollten, konnten wir auch wieder von dort starten. An den Wochenende 10./11. September war die Tide aber so, daß der Rückweg komplett gegen die Ebbe gewesen wäre. Deswegen fiel die Entscheidung den Weg weiter elbabwärts mit Wewelsfleth als Ziel zu wählen.

8 Optikinder haben genug Erfahrung, Lust und Zeit mitzukommen, deswegen wurden am davorliegenden Montag und Dienstag ihre Boote an der Alster auf 2 Trailer verladen. Am Sonnabend um 10.00 Uhr trafen wir uns in Wedel, wo auch unser RIB "Ben" hingebracht wurde, am Slip. Damit die Begleitung ausreichend ist hatten sich auch die Eltern Susan und Bertram bereit erklärt mitzufahren. Auftakeln, Segelfertig machen und den Proviant, Klamotten und Zelte auf die Begleitboote - auch unser Tuckerboot "Falke" ist mit auf Tour - verstauen dauert bis kurz vor Mittag. Nach der Verabschiedung von den Eltern sind wir dann pünktlich knapp vorm Start der Pagensandregatta auf der Elbe. Bei 2 Windstärken aus Südost bleiben wir erstmal ganz auf der Nord um eigentlich das Regattafeld passieren zu lassen. Wir queren dann doch die hinteren Regattaseglerkurse und unter Polizeiaufsicht das Fahrwasser um hinter Lühsand nach Twielenfleth zur Mittagspause am Strand zu kommen. Von dort ist es mit der Ebbe nur noch ein kurzes Stück bis zum Auberg, unserem Etappenziel. Dort angekommen werden die Optis hoch an den Strand getragen, die Begleitboote entladen und verankert und unser Lager aufgebaut. Die Kinder kriegen es ohne Eltern ganz gut hin sich zu organisieren und ihre Zelte aufzubauen !
Der Nachmittag ist kurz, der vorhandene Grill wird aufgebaut und die Kinder übernehmen die Grillzange. Dannach wird ein Lagerfeuer gemacht, xxx am Stock gexxxst und unsere Segler trollen sich einer nach dem anderen in ihre Schlafsäcke. Die Erwachsenene lassen den Tag mit ein wenig Bier und Wein vor der beeindruckenden Industriekulisse von Bützfleth ausklingen.

3 Tropfen Regen wecken die ersten am Sonntag morgen, aber die Feuchtigkeit auf dem Gras ist hauptsächlich Morgentau. Nach Frühstück und Einpacken sind wir gegen 10.30 kurz vor Hochwasser segelfertig. Der Wind hat ein bisschen zugelegt und weht jetzt aus Südwest. Mit einigen Holeschlägen geht es elbabwärts auf den längsten Abschnitt bis zum Pausenziel Krautsand.

Im Strom ist schon ein bisschen Welle was die fortgeschrittenen Segler aber nicht abschreckt. Angestrengt, aber auch Stolz kommen die Kinder zu einem Stop oberhalb des Anlegers in Krautsand an den schönen Sandstrand.
Nach einer weiteren Querung des Fahrwassers bauen wir bei Rhinplate Nord einen Schleppverband um die Optis gegen den Ebbstrom die letzten Meilen nach Wewelsfleth zu schleppen. Bestimmt nicht alle Boote werden vom Brückenwärter fotografiert, wir schon !

In Wewelsfleth angekommen wurden wir von den angereisten Eltern in Empfang genommen und die Optis zügig mittels einer 40 m langen Schwimmleine zum ehemaligen Fährbett der Seilfähre verholt um dort aufgeslippt zu werden - eine schlickige Aufgabe, die wir danach auch mit dem "Ben" bei absoluten Niedrigwasser gemacht haben. Das Fährbett ist tief genug in die Stör hinein und der nette Hafenmeister hatte uns die Schranke geöffnet.

Nachdem das von den Eltern mitgebrachte Büffet genossen war und die Boote aufgeladen waren machten wir uns auf den Heimweg. Eine längere Angelegenheit, auf der Straße lange Staus wegen der Vollsperrung der A7 und für Birgit und mich eine dreieinhalbstunden Tour auf der Elbe mit dem "Falke" nach Wedel.

Für die Kinder ist so eine Elbtour eine tolle Erfahrung was sie mit ihren erworbenen Kenntnissen alles machen können und für uns Erwachsenen eine Bestätigung unseres Trainigs.

Jan Hauschildt + Birgit Rothe

Bild von Andreas Kaiser : 8 SVAOe Optis - gesegelt von Hamburg bis auf die Stör

 

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