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12.2.2016, Götz-Anders Nietsch

Wie häufig haben wir an dieser Stelle schon berichtet oder geklagt, dass der von Rundfunksendern übertragene, gesprochene Seewetterbericht des DWD nicht mehr auf europäischen Küsten- und Seegewässern oder in ausländischen Häfen empfangen werden kann. Natürlich gibt es Alternativen, so dass die Not nicht allzu groß ist. Auch haben die Radiosender nachvollziehbar begründet, warum sie ihre Ausstrahlungen eingestellt haben. Aber für den traditionellen Fahrtensegler, der sich auf Langfahrt mehrere hundert Seemeilen vom Heimathafen entfernt, gerne entlegene Orte aufsucht und auch mal über Nacht segelt, ist eine Umstellung der gewohnten Bräuche, gar eine Geräte-Neuanschaffung erforderlich.

 

Eine gute Nachricht war dazu im vergangenen Jahr, dass der Privatsender Euskirchen in Zusammenarbeit mit DP 07 die Ausstrahlungen der Seewetterberichte des DWD auf Kurzwelle aufgenommen hat.

Eine weitere gute Nachricht kam in diesem Februar hinzu: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Kurzwellenanlage in Pinneberg ertüchtigt. Über die Sendestation werden bereits Wetterdaten für die Seeschifffahrt im Funkfernschreibverfahren (RTTY), als Wetterfax und nach dem NAVTEX-Standard auf Kurz- und Langwelle übertragen. Nun werden Wetterberichte auch im 49-Meter-Kurzwellenband ausgestrahlt, die mit herkömmlichen Radios gehört werden können.

Seewetterbericht für Nord- und Ostsee 3x täglich auf 5905 kHz:

  • 0600-0630 Uhr UTC
  • 1200-1230 Uhr UTC
  • 2000-2030 Uhr UTC

(Quelle: Kreuzer-Abteilung des DSV)

Ein handelsüblicher „Weltempfänger“, wie er etwas hochtrabend angepriesen wird, und wie ihn die meisten Tourenschipper an Bord haben oder auch ein altmodisches "Kofferradio", reichen für den Empfang aus. Zwar ist die Empfangsgüte entfernungsabhängig und meist von einem Rauschen begleitet, aber auf der ganzen Ost- und Nordsee und im Englischen Kanal, also in allen Gebieten, für die der DWD Wetterlage und Vorhersagen anbietet,ist ein Empfang möglich, wie wir meinen. In Hamburg haben wir es zunächst getestet.

Es ist kaum anzunehmen, dass der DWD diesen Service für die Berufsschifffahrt eingeführt hat. Dort hat man heute andere Möglichkeiten und auch nicht die Zeit, halbstundenlang vor dem Radioempfänger zu sitzen. Er wird wohl im Wesentlichen für die Sportschifffahrt gemeint sein. Das ist doch mal eine gute Nachricht.

 

 

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