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6.2.2019 Webredaktion

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 87.489.053 Tonnen Ladung auf dem Nord-Ostsee-Kanal transportiert - ein Prozent mehr als im Jahr 2017.
30.009 Schiffe haben den Kanal 2018 insgesamt befahren. Das sind ca. 280 Schiffe weniger als im vergangenen Jahr.
Damit setzt sich der Trend hin zu größeren Schiffen, die mehr Ladung durch den Nord-Ostsee-Kanal transportieren, kontinuierlich fort. Ein Drittel aller Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal zählt zu den größten Verkehrsgruppen, die den Kanal befahren. Dies sind Schiffe mit Abmessungen von 120m bis 235m und mit Tiefgängen von in der Regel über sechs Metern.
Rund 12.000 Sportboote nutzen jährlich den Nord-Ostsee-Kanal.

In der Nacht vom 19ten auf den 20ten Februar 2018 ereignete sich in Kiel-Holtenau eine schwere Havarie. Das Containerschiff Akacia beschädigte das südliche fördeseitige Schleusentor. Dies führte bis zum Einsatz des Ersatztores Anfang April zu Einschränkungen für die Schifffahrt.

Im November 2018 wurde der Auftrag für den Bau von drei umweltfreundlichen Kanalfähren erteilt. Die erste neue Fähre wird voraussichtlich 2020 in Betrieb genommen.

Folgende Meilensteine wurden 2018 bei den Investitionsmaßnahmen am Nord-Ostsee-Kanal gesetzt:
Weichendalben: Im August 2018 wurden in den Weichen Breiholz und Oldenbüttel die letzten Holzbündeldalben durch Stahlmonodalben ersetzt. Diese halten die höheren Belastungen durch die größer gewordenen Schiffe besser aus und sind wirtschaftlicher.
Schleusenanlage Brunsbüttel: Die Schleusenkammerwände der fünften Schleusenkammer wurden weitgehend eingebracht. Derzeit erfolgt deren Rückverankerung. Die erste große Nassbaggerkampagne zur Abgrabung der Schleuseninsel wurde abgeschlossen. Demnächst wird die Unterwasserbetonsohle des Außenhauptes hergestellt und anschließend das Wasser aus der Baugrube gepumpt.
Schleusenanlage Kiel-Holtenau: 2018 wurde der Bau des neuen Mitteldükers unter der Schleusenanlage abgeschlossen. Dieser Versorgungstunnel stellt quasi die neue „Schlagader“ der Schleusenanlage da und nimmt alle Ver- und Entsorgungsleitungen auf.
Als Voraussetzung für den Ersatzbau wurde mit dem Bau der sog. Fangedämme und dem Verfüllen der kleinen Schleusenkammern begonnen (Sicherungsmaßnahme). In diesem Jahr soll das notwendige Planfeststellungsverfahren für den Ersatzneubau der kleinen Schleuse eingeleitet werden.
Ausbau der Oststrecke: Die Ausschreibungsunterlagen für die Lose 4 + 5 (Großkönigsförde bis Schinkel) wurden erstellt. Die Bauarbeiten werden in Kürze ausgeschrieben.
Schwebefähre Rendsburg: 2018 wurde der Vertrag für den Bau der neuen Schwebefähre vergeben.
Insgesamt wurden in die Infrastruktur des Nord-Ostsee-Kanals im vergangenen Jahr rund 155 Mio. Euro investiert.

Aus der Pressemitteilung der WSV vom 25.1.2019

 

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