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29.6.2016, Bärbel Evers

Die Regattasaison begann dieses Jahr schon im Winter, jedenfalls gefühlt! Gemeint ist die Elbe-Auftakt-Regatta am 23./24. April mit Hagelschauern und dichtem Schneetreiben. Drei C55-Jollen nahmen daran teil. Ralf und Rolf auf der „Mod“ (SVAOe), Thorsten und Nils mit der „Holtertipolter“ (KYC) und Bärbel und Radi auf der „Fontenay“ (SVAOe). Hier nun der Bericht von der Bord der „Fontenay“:

Regattavorbereitung: „Welchen Start haben wir eigentlich?“ - „Ganz klar, den zweiten.“ - „Okay.“ Der Start: Die erste Gruppe ist durch und die anderen beiden C55 sind gestartet. „Fontenay“: „Ja, was machen die denn?!“ - „Egal, wir haben den zweiten Start und den nehmen wir!“ Gesagt, getan. Wir sind nun allerdings umzingelt von nur noch richtig dicken Pötten. „Ey, irgendwas läuft hier total schief.“ Verunsicherung macht sich breit. War wohl doch nicht unser Start. Jetzt hängen wir echt hinterher. „Verkackt halt!“ „Egal! Wir wollen uns hier nicht ärgern, sondern segeln. Also los jetzt!“ Schnell verlässt uns das Feld. Auch gut, kriegen wir wenigstens den Wind voll. Das Wetter sorgt für Abwechslung, Hagelschauer, Böen, Flaute, wechselnde Winde, auch Sonne, glaub´ ich. Irgendwann parkt die Flotte im Fahrwasser ein. Außerhalb schiebt uns die Tide schön vorbei. Dann kommt wieder Wind und unter Spinnaker sind wir echt schnell. Mal kurz ein Blick über die Schulter. Ralf und Rolf sind hinter uns!!! Oh Gott, jetzt droht Vereinsausschluss! In der SVAOe ist es doch strengstens verboten, die eigenen Trainer zu überholen! Hihi, aber Spaß macht es schon! Na gut, auf dem letzten Stück holen sie uns wieder. Sie können´s einfach besser! Aber die dritte C55 mit Thorsten und Nils wollen wir dann doch nicht vorbei lassen. Nah beieinander gehen wir an die Ziellinie. Und segeln an der Zieltonne vorbei … und vorbei … und noch weiter vorbei … und endlich hören wir das Horn. Soweit weg von der Tonne, das kann nicht uns gegolten haben, sondern der „Holtertipolter“ hinter uns. Und genau jetzt fällt Radi ein, dass er gelesen hat, wer später als 10 Minuten nach seinem Startsignal über die Startlinie geht, wird disqualifiziert. „Och scheiße, jetzt wir sind raus.“ Ja, trotz richtig tollem Segeltag, läuft die „Fontenay“-Crew mit hängenden Ohren in den Hafen.

Holtertipolter im HagelschauerSzenenwechsel: Ruheraum einer Sauna, Stunden später. Total verbotenes, lautes Gelächter schallt anhaltend durch den Raum. Die Steuerfrau der „Fontenay“ liest die Ergebnisliste: „ Wieso steht denn da jetzt DNF für Disqualifizierung? Ach, das sind wir gar nicht.“ HAHAHA!!! Die Auflösung: Die „Fontenay“ wurde nicht disqualifiziert. Das Signal am Ziel gehörte sehr wohl zu uns. Die „Holtertipolter“ hinter uns ist zwar an der Zielmarke vorbei gefahren, aber nicht über die Ziellinie, die deutlich weiter vorne lag, also „Did Not Finish“. Wir sind wieder drin! Und nur 2 ½ Minuten nach der ersten C55 ins Ziel gegangen!

Der Sonntag ist nicht weiter erwähnenswert, zu viel Schnee, zu wenig Wind. Wir waren etwas spät für den ersten Start. Beim zweiten war der Wind weg. An der Hafeneinfahrt spült uns die Tide wie­der rein. Die Paddelgefahr, falls man im Fahrwasser vorm Tanker hängenbleibt, ist enorm groß. Das lassen wir lieber. „Holtertipolter“ packt schon gleich mal ein, „Mod“ holt sich noch den Pott ab und die „Fontenay“ geht auch sehr zufrieden nachhause. So eine Regatta lehrt einen doch wieder reichlich.MOD vor der Leetonne

Ein Höhepunkt der Saison ist immer die Ausfahrt über Himmelfahrt. Dieses Mal ging’s nach Dänemark an die Genner-Bucht. Hier haben wir es wunderbar getroffen: Es ist ein tolles Segelrevier, etwas geschützter in der Bucht und offener um Barsö, der vorgelagerten Insel im kleinen Belt. Ein super gelegener Campingplatz mit Slip und Steg sowie Hütten für Nichtcamper. Außerdem ein traumhaftes Segelwetter. Junge und nicht mehr ganz so junge Segler mit zwei C55-Jollen und einer Feva haben sich auf den Weg gemacht. Vier Tage lang wird trainiert, die Bucht ersegelt, Barsö umrundet, gesonnt, gegessen, Feuer gemacht, Dänische Möbel angeguckt, Camperausbauten konstruiert. Crews und Boote werden nach Lust und Laune getauscht. Verschiedene Boote – kleine, große, trockene, nasse - unterschiedliche Menschen – Erfahrene, Anfänger, Jüngere, Ältere, gemischte Crews - das ist so ganz nach unserem Geschmack. So lässt sich Spaß haben, Vieles ausprobieren und voneinander lernen. Das einstimmige Resümee lautet: Das machen wir auf jeden Fall nächstes Jahr wieder! Wir wünschen uns dazu gerne noch mehr Teilnehmer und hoffen auf bessere Kommunikation zwischen den Sparten und Trainingsgruppen.Traumhaftes Segelwetter

Damit ist die Saison zum Glück noch lange nicht zu Ende. Während der Woche wird natürlich auf der Alster trainiert. Am nächsten Wochenende nehmen wir mit zwei Booten an der Elbe-Damm-Regatta teil. Weitere Regattateilnahmen und Ausfahrten sind geplant. Wir werden berichten!

Fotos Michael Rademacher und Sven Paulus

und die Jungs die C55 Radi testet die Fewazurück an die Alster

 

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