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18.7.2019, Tania Tammling

Bronze bei der Europe Masters Europameisterschaft in Faaborg
Vom 12. bis 15. Juli fand die Europameisterschaft der Europe Masters in Faaborg statt. Insgesamt gingen 36 Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern an den Start und ermittelten die Sieger der Damen und Herren nach acht Wettfahrten.
Ich fuhr relativ kurzentschlossen zur EM, denn noch eine Woche zuvor war ich mit der J/70 „Albis“ bei der Europameisterschaft am Gardasee. Nach einem Tag im Büro - immerhin wartete ich einen Tag - konnte ich nicht anders und fragte meinen Chef nach unbezahltem Urlaub für die EM in Dänemark und die WM in Spanien in der Europe Klasse. Leider war mein gesamter Urlaub nämlich schon durch die vielen Segelaktivitäten mit der J/70 komplett verplant, mein Segelhunger aber noch nicht gestillt.
Also holte ich meine schon etwas eingestaubte Europe aus dem Schuppen und fuhr am Donnerstagabend gen Norden. Dort angekommen, lud ich mein Boot ab, polierte und baute es auf, so dass ich für den nächsten Tag schon startklar war.
Die Nächte verbrachte ich spartanisch aber bereits erprobt in meinem Auto. Wäre der Stellplatz des Segelclubs, auf dem wir Teilnehmer campen durften, nicht komplett von Straßenlaternen eingekreist gewesen, hätten es sicherlich auch sehr gute Nächte werden können. Aber die Nächte wurden mit dem Frühstück im Clubhaus am Morgen entschädigt. Überhaupt wurde ich von vielen netten Helfern, die alles in Bewegung setzten, dass ihre Gäste sich im Faaborg Sejlklub wohl fühlten, begrüßt.
Am Vormittag wurde die EM eröffnet und das Skippers Briefing durchgeführt, so dass das Ankündigungssignal zur ersten Wettfahrt pünktlich um 13:00 Uhr gegeben wurde.
Am ersten Tag war wenig Wind. Segelbar, aber mir macht das Europe-Segeln erst so richtig Spaß, wenn der erste Spritzwassertropfen in meinem Gesicht landet. Es kam leider den ganzen Tag kein einziger Tropfen in meinem Gesicht an. Mit den Plätzen 6 und 17 lag ich am Abend nicht besonders erfreut in meinem hellerleuchteten Auto.
Am nächsten Morgen krabbelte ich hoch motiviert aus meinem Auto, wobei ich mich auch schon mal deutlich beweglicher gefühlt hatte. Doch mit meinen 30 Jahren gehörte ich zu den jüngsten Teilnehmern der Regatta. Startberechtigt sind bei den Europe Masters nämlich Seglerinnen ab 30 Jahren und Segler ab 35 Jahren.
Der Wind hatte über Nacht etwas zugelegt, so dass sich ab und zu mal ein Spritzwassertropfen in meinem Gesicht verirrte. Mit den Tagesplatzierungen 5 und 10 konnte ich mich ein wenig nach vorne kämpfen.
Am dritten Wettfahrttag wurde der Wind nahezu ausgeschaltet. Die Sonne auch. Ich hatte Schwierigkeiten, mich für einen weiteren Leichtwind-Segeltag zu begeistern, versuchte aber dran zu bleiben. Das gelang mir nur mäßig gut, was sich in meinen Ergebnissen 8 und 9 wiederspiegelte. Auf die Ergebnisliste am Abend war ich damit in der Damenwertung leider weit von einer Treppchenplatzierung entfernt.
Am letzten Wettfahrttag sah ich schon aus meinem Auto, dass sich die Blätter an den Bäumen tatsächlich bewegten. Wind! In heller Aufregung frühstückte ich schnell mein Müsli, machte mein Boot segelfertig und zog meinen Neoprenanzug an. Als ich mich gerade in den engen Neo gequält hatte, sagten mir zwei andere Segler, dass das Ankündigungssignal zur ersten Tageswettfahrt nicht wie die letzten Tage um 11:00 Uhr sei, sondern erst um 13:00 Uhr. Really?! Schon zwei Stunden vor den anderen aufs Wasser gehen war keine Option. Da wäre ich schon vor den Wettfahrten zu erschöpft gewesen. Also hieß es wieder ausziehen und geduldig zwei Stunden verstreichen lassen.
Doch die Geduld hatte sich gelohnt. Ich konnte vor lauter Spritzwasser teilweise kaum noch etwas sehen, und die Muskeln brannten vom Ausreiten und Pumpen. Mit zwei 5. Plätzen konnte ich mich zwar im Gesamtergebnis nicht mehr verbessern, doch in der Damenwertung deutlich aufholen, so dass es am Ende noch für den 3. Platz ausreichte.
Die Siegerehrung und gleichzeitig die Eröffnung der Jugend-Europameisterschaft fand auf dem Marktplatz des Ortes statt, wohin alle Teilnehmer mit ihren jeweiligen Nationalflaggen liefen und vom Spielmannszug angeführt wurden.
Ahoi,
Eure Tania
 
Fotorechte:
Titel: Sophie Menke
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