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19.11.2014, Götz-Anders Nietsch 

Der Termin der nächsten Mitgliederversammlung ist allen, die es wissen wollen, immer bekannt. Zusätzlich versendet der Vorsitzende wenige Tage davor zur Erinnerung immer eine Rund-E-Mail an alle, die auf seinem Verteiler stehen (wer keine erhält, es aber möchte, melde sich bitte in der Geschäftsstelle). Selten aber war der Saal so gut gefüllt, wie auf der November-Versammlung am 18.11.2014. Etwa 80 Interessierte waren erschienen, und zwar nicht nur die üblichen Grauköpfe, sondern auch viele selten Gesehene und vor allem Jüngere. Selbst ein Wickelkind und ein Hund nahmen teil. In der Tat, es war ein „Aufreißer“ angekündigt.

Ab 18 Uhr füllte sich der Raum, und Sabine hinter dem Tresen versorgte Durstige und Hungrige. Hallo, Begrüßungen und Umarmungen überall. Der Geräuschpegel schwoll an. Neuankömmlinge drängten nach, Stühle wurden über die Köpfe hinweg weiter gereicht.

Dann aber übernahm Rosi Eckhoff-Schütt die Regie. Man muss sie nicht vorstellen. Andreas hatte sie als „front woman“ bezeichnet. Das trifft es besser als jeder deutsche Begriff. Dennoch, die eigene Stimmstärke zwar nicht überschätzend, aber die Geräuschkulisse unterschätzend, musste sie zum Mikrofon greifen. Als Organisatorin der großen Rundreise der „Luv“, der 48-Fuß-X-Yacht von Heiko Tornow, von Hamburg über die Kanaren und die Kapverden in die Karibik und entlang der amerikanischen Ostküste bis nach Halifax in Kanada (dort ist Winterlager, die Tour geht nächstes Jahr weiter) ließ sie eine unterhaltende, packende und lehrreiche Show ablaufen.

Zunächst erfüllte Heiko eine Ehrenpflicht. Als eine der ganz wenigen europäischen Yachten war die „Luv“ in Washington beim Capital Yacht Club überaus herzlich und hilfsbereit empfangen worden. Es wurden die Stander getauscht (siehe SVAOe-Nachrichten 5-2014). Heiko musste versprechen, den CYC-Stander dem SVAOe-Kommodore zu übergeben. Diese Zusage erfüllte er nun, und der Stander wird einen Platz im Clubhaus finden.

Dann lief Rosis Moderation an. Sie ließ Heiko darlegen, welche Beweggründe ihn zu seiner Unternehmung verleitet hätten, und ob er am Ende zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis war. Über die Beweggründe hielt sich Heiko ziemlich kurz; welcher Segler spricht auch gern über Abstraktes. Aber zufrieden war er außerordentlich. Und das konnte man ihm abnehmen nach allem, was nun folgte. Rosi ließ nun im Wechsel kleine Filme und Fotos von den Höhepunkten der Reise ablaufen, die sie kommentierte und durch Kurzberichte einzelner Teilnehmer ergänzen ließ. Heiko las an passenden Stellen aus seinem literarischen Logbuch. Auszüge hieraus sind in den SVAOe-Nachrichten abgedruckt. Den Abschluss bildete ein von Rosis Tochter Deike zusammengestellter Film, der Stimmung, Spaß und Sport auf den Wegen der „Luv“ wunderbar in Bilder, Texte und Töne fasste.

Am Ende bat Rosi Heiko und seine Frau nach vorn und überreichte ihr einen Blumenstrauß als Dank der Mannschaften dafür, dass sie ihren Mann so lange entbehren musste und ihm die gesammelten „nautischen“ Logbücher, die wohl zum vorwiegenden Teil von Eggert Schütt verfasst worden waren, der die meisten Abschnitte mitgesegelt und Navigation und Regattataktik verantwortet hat. Großer Beifall für die Reise, für die „Luv“, für Heiko und seine Frau, für die Mannschaften und für Rosis Organisation und Moderation. Achim Müntzel stellte die Frage, wie viele unter den Anwesenden denn an mindestens einem Abschnitt der Rundreise teilgenommen hätten; sie sollten mal aufstehen. Etwa die Hälfte stand auf. Das passte, denn Rosi hatte zuvor die Zahl von 44 Mitseglern erwähnt, die insgesamt beteiligt waren. Und fast alle davon waren SVAOe-Mitglieder. Ein weiterer Grund, Heiko noch einmal zu danken, dass er das ermöglicht hatte.

Im nächsten Jahr geht es weiter, zunächst Richtung Große Seen und dann vielleicht über die amerikanischen Binnenwasserstraßen zum Golf von Mexiko und über die Azoren nach Hause. Ein großes Programm. Im Dezember geht die Planung los. Interessierte können sich über die Geschäftsstelle bewerben.

Andreas mag Sonne und Drinks in Florida genossen haben. Diesen großartigen Abend hat er verpasst.

 

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