| Jahreshauptversammlung 2010 |
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Die erste unter neuer Führung 26.2.2010, Götz-Anders Nietsch. Sage keiner, die SVAOe-er seien uninteressiert an den Geschehnissen in ihrem Verein. Die zahlreiche Mitarbeit in Ausschüssen, Ausbildung, Schulung, Training sowie die Teilnahme an Veranstaltungen – mindestens vier Mal je Woche wird das Clubhaus genutzt – sprechen eine deutliche Sprache. Da ist zwar nach oben keine Grenze gesetzt, und häufig, gerade zu den regulären Vereinsversammlungen, wären ein paar mehr Anwesende auch nicht schlecht. Aber zur Jahreshauptversammlung zeigen sie besonders, dass ihnen das Vereinsgeschehen am Herzen liegt. Schließlich ist es nicht nur wichtig, sich anzuhören, was Vorsitzender und Vorstand zu berichten haben, sondern „es gehört sich auch“. In diesem Jahr, am 23. Februar, kamen 127 Personen, davon 6 Gäste bzw. noch nicht stimmberechtigte Jugendliche und füllten den Saal im Vereinshaus. Es war sozusagen „rappelvoll“, besonders in den hinteren Reihen, während vorne noch ein paar Plätze frei waren. Ohne, dass es den meisten zu Bewusstsein kam, fand damit auch eine Belastungsprobe statt. Denn im Untergeschoss war kurz zuvor eine Stahlstütze ausgewechselt worden, da die alte, im Mauerwerk verborgen, sich weitgehend in Rost umgewandelt hatte. Der gute Besuch ging natürlich auch auf das Konto von Andreas Völker, der seit einem Jahr als Vorsitzender im Amt ist und seinen ersten Bericht erstatten sollte. Da ist man neugierig. So sollte es auch in den kommenden Jahren bleiben.
Zu Beginn gedachte die Versammlung der im Vorjahr verstorbenen Mitglieder: Horst Pape, † 03.05.2008 im Alter von 73 Jahren, Mitglied seit 1972, Eigner der MY „Dollart“ Herbert Schmidt, † 17.01.2009 im Alter von 78 Jahren, Mitglied seit 1968 Gerd Grühser, † 20.05.2009 im Alter von 65 Jahren, Mitglied seit 1982, Dieter Lichtenfeld, † 07.09.2009 im Alter von 68 Jahren, Mitglied seit 1965, Eigner der SY „Skribidapp“ Horst Labusch, † 25.10.2009 im Alter von 86 Jahren, Mitglied seit 1969, Eigner der SY „Prussia“ Jürgen Stanik, † 23.11.2009 im Alter von 69 Jahren, Mitglied seit 1969, Eigner der SY „Lütte Deern“ Andreas Völker eröffnete die Versammlung um 19.15 Uhr, begrüßte die Anwesenden, bedankte sich für ihr Kommen und stellte fest, dass form- und fristgerecht eingeladen worden sei. Er bat darum, die Handies auszuschalten, was auch von fast allen Anwesenden befolgt wurde. Seinen Bericht begann er mit der Meldung zum Stützpunkt Eckernförde. Der SCE habe sich entschlossen, die Anlage doch nicht zu verkaufen. Wir müssten nun also zusehen, wie es dort nach 2023, dem Jahr des Auslaufens unserer Pacht, weiter gehen könne. Der Vorsitzende lobte die hohe Spendenbereitschaft der Mitglieder, die damit den Ankauf eines neuen Busses für die Jugendarbeit ermöglicht hätten und hob die Spende von Heiko Tornow und Siegrid Baumann-Tornow für eine neue J 24 hervor, die den Namen „Luv“ tragen wird. Gemeinsam mit unseren bisherigen beiden J 24 „Hungriger Wolf“ und „Juels Sand“ und mit einer weiteren, im Besitz von Rosi Eckhoff befindlichen J 24, die auch mit SVAOe-Mitgliedern besetzt werden wird sowie mit der instand gesetzten Albin Express „Scharhörn“ wird unsere Juniorengruppe sich also künftig geradezu explosiv entwickeln. Auch um die Jüngsten- und Jugendarbeit und die anderen Vereinsaufgaben stünde es gut, so Andreas. „Ich fand intakte Strukturen vor. Das machte es mir leicht. Der Verein lebt“. Alles weitere, was er zu berichten hatte, findet man in seinem Jahresbericht, der im Nachrichtenheft und im Internet veröffentlicht wird. Zu den der Einladung beigefügten Berichten der Obleute und ihren Arbeitsfeldern gab es keine Nachfragen. Schatzmeisterin Monica Dennert trug die von ihr zu verantwortenden Haushaltszahlen wie gewohnt in klarer Form vor. Sie ist ja auch schon im neunten Jahr in diesem Amt. Aber die Balance der Zahlen ist keineswegs reine Routine. Das sieht man schon daran, dass der ordentliche Haushalt negativ abschließt und nur durch die „außerordentlichen Erträge“, so sollten sie nach einem Vorschlag von Eduard v. Allwörden heißen, ausgeglichen wird. Aber über die Spendenfreudigkeit in der SVAOe ist ja bereits berichtet worden, so dass Sorgen an dieser Stelle nicht angebracht erscheinen. Natürlich wurden allerlei Fragen zu dem Zahlenwerk gestellt, ein Beweis für die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Festzuhalten ist der Hinweis von Eduard v. Allwörden, dass in letzter Zeit allerlei Reparaturen am Clubhaus angefallen sind, und dass dies bei einem so alten Gebäude auch weitergehen wird. Seinem Hinweis auf erforderliche Rückstellungen wird von der Schatzmeisterin damit begegnet, dass zu diesem Zweck der Haus- und Hafenfonds, der nach dem Hausbau geleert war, wieder eingerichtet worden ist und bereits ganz gut gefüllt werden konnte. In diesem Zusammenhang verwies Monica darauf, dass sich aus Abschreibung, Betriebkosten und Mieteinnahmen des Clubhauses ein Minusbetrag ergibt. Der werde sich im nächsten Jahr aber verringern oder sogar ausgleichen, wenn Ende 2010 das HASPA-Darlehen abgelöst wird. Auch Rechnungsprüfer Michael Hampe hatte gute Nachrichten für die Zuhörer: „Die Finanzen sind in absolut professioneller Hand“, sagte er. Die Kassenunterlagen seien geprüft worden, die Buchhaltung stichprobenartig geprüft. Es gebe keine Beanstandung. Das hören Beitragszahler gern. Er empfahl Entlastung der Geschäftsführerin und der Kassenwartin. Die Anwesenden gaben sie einstimmig. Als Nächstes stellte Monica Dennert ihre Haushaltsplanung für 2010 vor, die den Mitgliedern bereits mit der Einladung zugeschickt worden war. Monica erklärte, dass im laufenden Jahr 5000 € zusätzlich gebraucht werden würden zu den bisherigen Einnahmen. Das ergebe sich aus dem erhöhten Aufwand für die Juniorenboot-Flotte, dem Ausgleich des Nachrichtenblattes, wachsenden Personalkosten und Vereinspflichten. Michael Rüter fragte, ob das denn ausreiche, da ein Wechsel in der Geschäftsführung bevorstünde, und Rolf Stünitz fragte ebenfalls, ob der Betrag ausreiche, da bei den von ihm betreuten Jollen höhere Kosten anfallen würden. Die Kassenwartin war zuversichtlich, da bisher immer das Spendenaufkommen geholfen hätte. Eduard v. Allwörden unterstützte das mit der bemerkenswerten Aussage: „Es muss auch ein Motiv zum Spenden bleiben.“ Nach dieser Aussprache beantragte Peter Mendt die Entlastung des Gesamtvorstands, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde. Anschließend erhob sich der 2. Vorsitzende Peter Stamp und erklärte seinen Rücktritt. Wie das? Die Antwort ist einfach. Der „Zweite“ ist alternierend zum „Ersten“ alle zwei Jahre zu wählen. Im letzten Jahr wurde dieser Rhythmus durch die Neuwahl von Andreas Völker gestört. Der Rücktritt ist also ein „Trick“, und die anschließende Neuwahl Peters sollte den regulären Ablauf wieder herstellen. Damit standen die Neuwahlen an, diesmal also des 2. Vorsitzenden und des „Restvorstands“, des Ältestenrats und eines Rechnungsprüfers. Andreas Völker bedankte sich bei Jürgen Kluth, der aus dem Ältestenrat ausscheiden wollte, für seine über zehnjährige Tätigkeit in diesem Gremium. Hans-Jürgen Heise erklärte sich bereit, die Lücke zu füllen. Während der Wahl und des Auszählens wurde der amtliche Teil der Versammlung unterbrochen. Keiner blieb am Platz, jeder versorgte sich mit neuen Getränken, und es gab unendlich viel zu beschnacken. Man verstand kaum das eigene Wort, geschweige denn das fremde. Aber eine solche Entkrampfung nach langem Stillsitzen muss wohl sein. Schließlich hatte die „Zählgruppe“ ihre Arbeit getan, und der „Landeswahlleiter“ Norbert Schlöbohm trat ans Pult. Er hatte einiges zu nörgeln über nachlässige Wähler, über fehlende Stimmen, über ungültige Stimmen, aber es waren doch Marginalien. Alles wurde am Ende gut. Alle Kandidatinnen und Kandidaten waren mit überwältigender Mehrheit gewählt. Die SVAOe hat einen neuen Gesamtvorstand, Ältestenrat, Kassenprüfer, und bis auf Hans-Jürgen Heise im Ältestenrat waren alles dieselben Gesichter. Und natürlich nahmen alle ihre Wahl an. Und wieder stand das heikle Thema Geld auf der Tagesordnung. Die Kassenwartin erläuterte die Entwicklung der Mitgliedsbeiträge. Eigentlich hatten sie sich überhaupt nicht entwickelt. Sie sind seit neun Jahren gleich geblieben, während die Ausgaben gestiegen sind. Nun sei wieder einiges ins Lot zu setzen, sagte Monica. Sie schlug daher eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um durchschnittlich 8,3% vor. Das macht beispielsweise 8 € im Jahr für Erwachsene (von 132 auf 140 €) und 5 € im Jahr für Kinder und Jugendliche (von 65 auf 70 €) aus. Bei den anderen Beitragssätzen ergeben sich entsprechende Erhöhungen. Die Versammlung hatte Verständnis für die Erläuterungen und nahm die neuen Beitragssätze und den Haushaltsvoranschlag einstimmig an. Zum Schluss musste noch eine Satzungsänderung behandelt werden. Die Finanzrechtsprechung verlangt eine sehr eng vorgegebene Formulierung in der Satzung über den Verbleib des Vereinsvermögens bei Vereinsauflösung oder, was neu ist, bei Verlust der Gemeinnützigkeit. Wenn Vermögensverlust möglich wird, horcht jeder auf. Hans-Jürgen Heise stellte eine kritische Frage, der sich im Geiste alle anschlossen: Was ist, wenn wir morgen die Gemeinnützigkeit verlieren, und sei es nur für ein Jahr? Tönnies Hagelstein und Peter Stamp antworteten mit beruhigenden Argumenten. Die Gemeinnützigkeit sei ja Vereinsziel und nicht in Frage zu stellen. Im übrigen hätten wir keine Wahl. Daraufhin wurde der Satzungsänderung einstimmig zugestimmt. Damit war die Tagesordnung abgearbeitet. Dessen ungeachtet meldete sich Maarten Slooves noch mit einem Vorschlag. Er möchte das Nachrichtenheft lesbarer machen durch Einführung einer anderen Schrifttype, etwa wie Times. Aber es war keine Lust mehr vorhanden, darüber zu diskutieren. Die Teilnehmer erhoben sich in angeregter Auflösung, bestellten noch ein Bier oder strebten nach Hause. |


Die erste unter neuer Führung

Monica bedankte sich bei Geschäftsführerin Maren Müller-Haagen für die sorgfältige Kassenführung und Buchhaltung mit einem Blumenstrauß. 