Elbe-Ausklang 2010 verregnet Drucken

2.11.2010, Marcus J. Boehlich. Karibische Temperaturen mit 3-4 Windstärken, so hätten wir uns den letzten Sonntag im September der Elbe-Ausklang Regatta, die von Prorainer und hanseboot unterstützt wurde, gewünscht. Der Vortag mit der Pagensandregatta kam diesem Wunschbild auch noch recht nahe (man sah leichtbekleidete Mädchen auf den JWK´s, was mich, da es nicht wirklich warm war, leicht erschauern ließ), aber unser Regattatag empfing uns mit Regen. Dieser Regen blieb den ganzen Tag ohne Pause und selbst bestes Ölzeug konnte nicht verhindern, dass die Nässe ihren Weg darunter fand. Eigentlich ist damit alles über diese Regatta gesagt, denn der Rest resultierte aus dem Regen: Das Wettfahrtleitungsteam operierte mit wasserfestem Papier und Unterwasserschreibern, die Funkuhren waren in Klarsichttüten eingepackt und der Wind war wie er an solchen Regentagen eben ist: Mittel bis etwas zu wenig.

33 Teilnehmer hatten gemeldet, 4 blieben vermutlich wegen des Regens zu Hause, 2 gingen zu früh über die Linie ohne die Chance zu nutzen, sich zu bereinigen oder aber einfach wieder in den Hafen zu fahren um dort dem Regen zu entgehen. So blieben 29 Boote auf der Bahn, deren Mannschaften  nur ein Ziel hatten: Schnell wieder nach Hause und raus aus dem Regen. Entsprechend freundlich ging man miteinander um, es gab kein Gebrülle, keine Kollisionen, offenbar dämpfte der Regen das Gemüt der Segler.
Wettfahrtleiter vom Dienst war diesmal Ratte, da Lui noch in Schottland segelte. Ich vermute, dort hat es auch geregnet. Ratte schickte das kleine Feld mit angenehm wenig Schlägen bis zum Pagensand Süd, von wo eine Schleife zur Twielenfleth-Reede zu segeln war und es von dort noch gegen die Tide wieder Richtung Ziel beim Yachthafen ging. Ich sage angenehm wenig Schläge, weil bei uns auf der "Pax" das Großsegel bei jeder Wende am Achterstag hakt, und sich die dort festhängende Feuchtigkeit in einem Schauer auf die Afterguard, vorzugsweise auf mich als letztem im Boot ergießt. Taktisch war nichts Anspruchsvolles zu erledigen, wir sahen unsere Hauptaufgabe darin die potentiell möglicherweise schnelleren in Schach zu halten, was nicht notwendig war, da "Bonus Satus" und "finesse" offenbar vom Regen eingelullt waren.

So haben wir am Ende unseren Auftrag erfüllt, der wie immer hieß, erstes Boot im Ziel zu sein. Und dann ab nach Hause ins Trockene!

Gewonnen hat übrigens Harald Friedrichs mit der "Sünnschien" , einer Neptun 22, Yardstick 117. Herzlichen Glückwunsch zum 2. Anrecht auf den Mia-Lisa Preis!

Bilder sind trotz der grauen Stimmung entstanden. Kay Rothenburg hat fotografiert. Hier sind sie.