| 3 SVAOe-Teams = 3 Preise bei den „Nautic Young Stars“ |
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22.10.2010, Bärbel Evers. Das Yacht- und Charterzentrum Heiligenhafen ist mutig! Es stellt 50 Schiffe für eine Regatta, nur mit Jugendlichen! Für kleines Geld – von Donnerstag bis Sonntag. Eine Bedingung ist zu erfüllen: Nur zwei aus der Crew dürfen älter als 23 Jahre sein. Rolf und Holly haben hier gleich zugeschlagen und spontan Mitstreiter gefunden, so dass drei Skipperteams Yachten chartern. Dabei muss es schnell gehen, denn nur drei Tage nach Ankündigung ist die Veranstaltung ausgebucht. Für unsere jungen Opti- und Jollensegler soll es ein etwas anderer Saisonabschluss werden. ![]() Die Teams:
Alsterpiraten - Lennie, Niklas, Merle, Björn, Jannes mit Rolf und Holly auf „Tweety“, einer Bavaria 46, Donnerstag: Anreise, Schiffe übernehmen, gleich mal die SVAOe-Stander hissen und die eigens für jede Crew von Urte und Rolf entworfenen Folien an den Bug kleben. Dann mal schauen, wer noch so am Steg liegt. Aus ganz Deutschland sind sie angereist – der „Spätzle-Express“, die „Achtung, Teichsegler!“ und auch „Pader-born to sail“. Unsere Crews befassen sich am Abend ausgiebig mit taktischen Aufstellungen für den nächsten Tag, diskutieren die Strömungen und holen sich letzte Wetterinfos aus dem Netz oder pflegen mehr den Austausch mit den anderen Teams. Die genetische Anziehungskraft von jungen attraktiven Seglerinnen, die in der Vorschiffkabine untergebracht sind, verursacht, wenn man mit dem Bug zum Steg liegt, automatisch traubenartige Ansammlungen männlicher Kommunikationspartner auf dem Steg, so dass die Skipperinnen in der Achterkabine nicht in den Schlaf finden. Ab jetzt wird nur noch mit dem Heck angelegt! Freitag: Die für Samstag geplante Wettfahrt wird vorverlegt, da für den nächsten Tag Starkwind angesagt ist. Also nur ein kurzer Trainingsschlag am Vormittag. Das ist notwendig, denn auch erfahrene Jollensegler müssen sich hier mal kurz orientieren. O-Ton: „Was ist denn das für eine Schiene hier im Cockpit?“ – „Traveller.“ – „Aha, und was macht man damit?“ Die Kenntnisse der gerade erfolgreich bestandenen Sportbootprüfung kommen zum Einsatz. Da werden mal flugs die Kurse berechnet. Um 12 Uhr noch ein Skippersmeeting, und dann geht´s los. Sonnabend: Beim Frühstück wird eine weitere Wettfahrt für den Nachmittag angekündigt, da der Wind, jetzt sind es im Hafen noch 6 Bft, abflauen soll. Die Crews sind begeistert und befassen sich sofort mit dem neuen Kurs und Überlegungen zum richtigen Vorsegel. Aber der Wind flaut nicht ab. Die Wettfahrtleitung will um 12 Uhr die endgültige Startentscheidung fällen. Dann die Absage. Frust bei den Jugendlichen. „Wir wollen raus! Segeln!“ Das Killerteam startet als erstes. Mit einem lehrbuchmäßigen Leinenmanöver liefern sie einen pädagogisch wertvollen Beitrag zum Hafenkino und erhalten kräftigen Applaus. Der Geschäftsführer ist anderer Auffassung. Das Flower-Power-Team wird von ihm persönlich gebeten, im Hafen zu bleiben. „Schnickschnack“ meint die Crew und folgt mit einem ebenso sauberen Leinenmanöver, das in Ermangelung anderer film-reifer Ereignisse vom angereisten Kamerateam aufgenommen wird. Preisverleihung: Das Killerteam auf dem 2. Platz! Die Mädels vom Flower-Power-Team nun nach berechneter Zeit auf Platz 10. Und die Optisegler von den Alsterpiraten auf dem schon erwähnten 40. Aber, alle 10er-Plätze, also 10., 20., 30. und 40. Platz erhalten als Preis ein Segelwochenende im nächsten Jahr. Die Freude ist riesig! Und Felix, der Azubi vom Charterzentrum, der die ganze Veranstaltung super professionell organisiert hat und die Preisverleihung moderiert, meint beim dritten Ausrollen des SVAOe-Standers auf der Bühne gelangweilt: „Na, die Fahne kennen wir jetzt schon.“ Party: Die Songs der Crews werden gespielt. Im Vorwege dieser Veranstaltung haben alle Crews einen Song auf der Webseite eingestellt. „Smoke on the water“ vom Flower-Power-Team und eine tanzbegeisterte SVAOe-Truppe bringen den Saal zum Kochen. Tanzen vor der Bühne, tanzen auf der Bühne, bis der DJ Platzangst kriegt. Für unsere jugendlichen Segler ist die Party um 24 Uhr zu Ende, fast zu Ende. Alle SVAOer versammeln sich im Salon der „Tweety„ (doch, 20 Leute passen locker in den Salon einer Bavaria 46), um Bärbel ein Geburtstagsständchen zu bringen. Und so klingt der Abend gemütlich bei Kuchen, Apfelsaft und Schokoküssen aus. Sonntag: Bilderbuch-Herbst-Segelwetter – blauer Himmel, Sonne, lauschige Brise. Es war nicht anders zu erwarten – raus und segeln! Die Alsterpiraten und das Killerteam genießen noch einmal den Tag. Das Flower-Power-Team muss leider schon abreisen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, sagt das Charterzentrum und kündigt für das nächste Jahr eine Wiederholung an. SVAOe-Skipper und Crews sind sich einig. Da sind wir wieder dabei! Spaß hat es allen gemacht! Und die Opti- und Jollensegler sind hoch motivierte und erfolgreiche Dickschiff-Regattierer! Das mal als Tipp an alle Eigner, die bei der nächsten Elbregatta noch Crew suchen. Mehr Fotos in unserer Fotogalerie. |



