| Keine Seekarten des BSH für das Mittelmeer |
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von Andreas Völker Man mag es kaum glauben - und für mich als "alten" Seekartenhändler ist es auch schier unglaublich:
Das BSH stellt die Produktion der Mittelmeer-Seekarten ein Hier ist der (verkürzte) Wortlaut der BSH-Pressemitteilung: "Aus grundsätzlichen Erwägungen hat sich das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) entschlossen, die Produktion der nautischen Veröffentlichungen rund ums Mittelmeer zum Jahresende einzustellen. Die nachlassende Nachfrage der Berufsschifffahrt für Seekarten und Seebücher dieser Seegebiete und die steigenden Anforderungen an die nautische Hydrographie vor der deutschen Küste haben zu dieser Entscheidung geführt. Der Bedarf an deutschsprachigen Karten in der Berufsschifffahrt hat sich geändert - überregional operierende Reedereien mit internationalen Besatzungen rüsten überwiegend mit englischsprachigen Kartenwerken aus. Eine nennenswerte Nachfrage nach deutschsprachigen Karten im Mittelmeerraum gab es in den vergangenen Jahren noch von der Sportschifffahrt durch deutsche, österreichische und schweizerische Eigner. Die deutsche Marine, die in den vergangenen Jahren vor der libanesischen Küste zu versorgen war, hat inzwischen auf Elektronische Seekarten umgestellt. Interessant an dieser Mitteilung ist, dass mit keiner Silbe die Bedeutung der Sportschifffahrt als Abnehmer No. 1 am Umsatz mit BSH-Veröffentlichungen erwähnt wird. Gerade auch im Mittelmeer (Adria, Ägäis) ist seit Jahrzehnten die Sportschifffahrt der Hauptabnehmer gewesen. Nun gibt es allerdings zunmehmend private Anbieter, die die Gunst der Stunde erkennen und Karten des Mittelmeeres produzieren, z.B. der englische Verlag Imray, vielen England-Seglern schon längst als Hersteller handlicher, praxisgerechter Sportbootkarten bekannt. Wer also im Mittelmeer segelt oder segeln möchte, findet genügend Alternativen zu den deutschen Karten. Weitere Hinweise zum Thema (bitte erlaubt ausnahmsweise die "Schleichwerbubng") findet man unter www.hansenautic.de.
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