| Philomena schreibt aus Norwegen - 4 (Juli 2012) |
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Rosi Eckhoff, 4.7.2012 Nun sind wir schon oberhalb von Tromsoe und die Landschaft wird immer unwirtlicher, aber total toll. Wenn nix Schlimmes über uns hereinbricht, werden wir wohl morgen in Hammerfest Station machen und danach geht es ohne Erbarmen zum Nordkap. Unser Skipper ist leider etwas entäuscht wegen der Schalentier-Lage....Es gibt bisher eigentlich nur Krabben zu kaufen. Fische muss man selbst angeln, die verkauft der Norweger nur in großer Zahl an Fabriken. Es ist auch nahezu unmöglich, einen Fischer abzufangen. Entweder ist er weg oder der Kutter liegt schon leer geräumt wieder am Steg.
Ab Tromsoe hatte Eggert ja ganz fest mit den "Monster-Krabben" gerechnet, aber auch davon weit und breit nix. Nur die Fangkörbe für die Viecher haben wir gestern erstmals gesehen. Die sehen so ähnlich aus, wie Hummerkörbe, nur viel riesiger. Gestern hatten wir mal einen richtig schönen Segeltag und die sind hier etwas rar. Es sollten bis 14kn Wind sein, waren dann aber letztendlich bis zu 30kn. Zum Glück raumschots und Philomena ist nur mit Genoa III mit 10kn durchs Wasser gerauscht und 11kn über Grund. Das war eine echt schnelle Reise, was allerdings auch gut war. Wir hatten etwas wenig "Temperatur" und es hat immer mal wieder geregnet. Irgendwann sah der Regen ganz komisch aus, so weißlich und er schwebte auch mehr runter, als er platschte. Scheinbar ist auch der Regen in Norwegen anders....Gewundert hat uns nur der Neuschnee auf den Berggipfeln und komischerweise ist unser Kräutergarten an Deck völlig verfroren.... Aber was solls, wir haben Juli und es ist Sommer, basta (ich weigere mich aber immer noch standhaft, den Underlayer wegzulassen, auch wenn der Norweger an sich, dauernd im Shirt oder barfuß in Sandalen rumrennt..). Unser Leben an Bord ist super. Wir segeln ja schon viele Jahre zusammen und so gibt es keine Reiberein. Jeder macht so, wie er Lust hat und für die Touren stimmen wir uns ab. Das Essen nimmt natürlich viel Raum ein, da die Versorgungslage ganz unterschiedlich ist. Manchmal findet man in einem Ort mit drei Häusern einen großen Supermarkt (fast alle übrigens am Wasser und mit Anleger) und manchmal nur einen "MIX". Ein MIX ist so eine Art großer Kiosk, der häufig das Zentrum eines Ortes ist (nix Kirche, die steht fast immer außerhalb). Dort treffen sich auch die paar jungen Leute, die auf den Felsen rumlaufen und man kann da Lotto spielen. Ab und zu gibt es dort Bananen.... Also, wenn Supermarkt vorhanden, dann einkaufen!! Nun haben wir ja seit dieser Saison einen neuen Kocher, weil bei unseren anderen Kocher der Backofen nicht recht funktioniert hat. Dieser neue Kocher sollte ja der absolute Hit sein und sah auch recht cool aus. Das war es dann aber auch schon. Er hat zwei Flammen (wie der alte auch) und der Backofen ist mehr was für Leute, die auf "Branding" stehen. Ich denk, ich guck nicht richtig, als ich das Backblech aus dem vorgeheizten Ofen ziehe und es innerhalb von Sekunden so verbogen war, dass es quasi nicht mehr in den Kocher passte. Mit viel Gewürge ist es uns dann doch gelungen, aber dafür ging es auch erst wieder raus, als der Herd vollständig abgekühlt war. Unser alter Kocher hatte wenigstens noch eine Temperaturanzeige, dieser leider nicht, dafür hat er "Oberhitze". Das ist eine Art Grill und man muss den Deckel vorn etwas offen lassen. Das wird mit einem ausziehbaren Blech erledigt und mit dem passiert was??? Siehe oben. Ach ja, wenn man den Backofen benutzt, kann man leider die Regler für die Flammen nicht mehr drehen........ Fazit: Völliger Fehlgriff Bin gespannt, welche Erfahrungen Kuramati macht, die hat den auch seit dieser Saison. Ihr seht, uns bewegen ganz große Dinge... Nun ist Canasta angesagt, machts gut und bis die Tage. Alles Liebe von Eggert, Zisch und Rosi aus Nord-Norwegen ================================== Rosi Eckhoff, 9.7.2012 Nun sind wir in Honningsvaeg gelandet, nachdem wir gestern das Nordkap, wirklich ganz richtig, umrundet haben. Die Tour war schon von der heftigen Sorte. Es war kein Problem mit dem Wind, der durchaus ordentlich blies, aber der Seegang ist der Hammer! Die unterste Dünung kommt so ungefähr von Grönland angerollt und macht sich mal ordentlich hoch. Darauf hat man dann etwa vier verschiedene Wellenbilder, die auch nicht unbedingt mit dem Wind zusammen passen. Es rauscht und bricht sich hinter, vor und neben einem und Philomena ist da wie eine besoffene Ente durchgetorkelt. Wir hatten mal vorsorglich nur die Genoa III ausgerollt und das war auch gut so. Der Maximum-Speed, wenn wir so einen Brecher runtergerauscht sind, war immerhin 11,4kn und durchschnittlich waren wir so mit 7,5kn unterwegs. In den Wellentälern war dann manchmal etwas Windstille..... Soll ich was über die Temperaturen sagen? Ok, wir hatten so ziemlich alles an, was an warmen Sachen an Bord ist. Es ist wirklich mal kalt, aber darauf haben wir uns ja auch vorbereitet. Die Landschaft ist nun schon seit kurz vor Hammerfest sehr karg und lädt nicht so zum Verweilen ein. Ein kleines Highlight hatten wir noch in Havoysund. Da gab es zum Frühstück Rentier....nicht zum Essen!! Wir saßen gerade beim Frühstück und gucken so hinten raus, da schlendert am gegenüberliegenden Hang eine Herde Rentiere vorbei. Den Weihnachtsmann haben wir allerdings nicht ausmachen können. Über Nacht lagen wir in Skarsvaeg, ein kleiner Hafen kurz hinter dem Nordkap, der von sich behauptet, das nördlichste Fischerdorf der Welt zu sein. Nun muss man wissen, das der Norweger aus allem irgendwie eine Attraktion macht, es ist unfassbar. Manchmal wundern wir uns schon ein bisschen über den Erfindungsreichtum....(dort kann man für EUR 5.-- ein Foto mit einer lebendigen Königskrabbe bekommen, ärrrgs). Sei's drum, es gibt in dem besagten Ort einen Winter- und Weihnachtsladen, der auch gleichzeitig Cafe und Restaurant ist. Das ist praktisch, da kommt wirklich jeder Touri rein, so auch wir. Das Essen war leider alle und wir quatschen so ein bisschen mit der Wirtin und sie sagt was von "Kingcrabs" und da gab es für Eggert (der immerhin 2000nm gewartet hatte) und Zisch kein Halten mehr. Ob wir die kaufen könnten, wann und wo und wie teuer und wie viele??? Die nette Frau rief ihren Gatten an, seines Zeichens Fischer mit Lizenz für Kingcrabs, und sagte uns drei Portionen für heute 11.00 Uhr zu, ganz frisch gefangen und gekocht. So haben wir die dann heute Vormittag vor dem Auslaufen abgeholt und mit nach Honningsvaeg genommen. Hier in Honningsvaeg wurde rasch frisches Brot gekauft und eben haben Eggert und Zisch 2kg dieser Tiere niedergemacht (für mich gab es Käseravioli mit Tomatensauce.....). Zisch und Eggert sind also im Glück und ich muss mir immer dies Gemetzel mit angucken...... Nun stand noch die Frage an, ob wir bis Kirkeness weiter segeln oder ob wir uns mit der Nordkap-Umrundung zufrieden geben. In Anbetracht der Großwetterlage und der Tatsache, dass wir auf dem Hinweg doch viel ausgelassen haben, hatten wir also gestern unseren nördlichsten Punkt erreicht. Wir machen uns auf den Weg zurück und werden die ausgelassenen Orte anfahren. Ihr werdet sicher von uns hören. Allerherzlichste Grüße von Eggert, Zisch und Rosi ================================== Rosi Eckhoff, 14.7.2012 Moin, moin, hier wieder ein paar Neuigkeiten von Philomena samt Crew. Neulich habe ich ja mal geschrieben, was hier anders ist, als bei uns. Es sind uns noch mehr Sachen aufgefallen. Also, der Norweger lässt normalerweise sein Auto mit laufendem Motor vor Geschäften oder Restaurants stehen. Das kann auch mal eine dreiviertel Stunde sein. Im Gegenzug schließt er aber sorgfältig seine Toiletten UND seine Mülltonnen ab. Auch die Zuwegung zu den Bootsstegen ist häufig vergittert. Wenn man dann aber jemanden trifft, schließt der einem die Tür auf und lässt sie dann auch offen......Kartoffeln werden aus Saudi Arabien importiert. Ich wusste bis dato nicht, dass dort überhaupt welche angebaut werden. Ist wohl so eine "Kumpelsache", von Ölstaat zu Ölstaat. Der Norweger bremst an jeder Stelle sofort für Fußgänger, aber zackig. Hier kann man einfach über die Strassen laufen ohne zu gucken. Vorsicht ist nur bei ausländischen Autos geboten. Was uns nicht so gut gefällt, ist die Vermarktung der Natur. Der Tourismus wird in Norwegen ja groß geschrieben und soll, neben dem Öl, die Haupteinnahmequelle Norwegens sein. Bisher habe ich an der Aussage gezweifelt, aber seit dieser Reise glaube ich es. Hier wird wirklich für alles geworben, als sei es das achte Weltwunder und alles wird ausgeschmückt bis zum Geht-nicht-mehr. Für nahezu jede Unternehmung muss man Eintritt bezahlen. Der Hammer war das Nordkap. Wir hatten uns ein Auto gemietet, um die Insel mal gründlich zu erkunden und natürlich wollten wir nach unserer schaukeligen Seereise das Nordkap auch mal von Land aus sehen. Nach 35km Fahrt kamen wir dann an einer "Eintrittsstation" an und durften flott bezahlen, um an das Nordkap zu kommen. Dort ist ein riesiger Parkplatz, der zur Hälfte mit Wohnmobilen aus aller Herren Länder vollsteht und normalerweise mit ungefähr 40 Bussen von den Kreuzfahrern, von denen in der Regel mindestens drei pro Tag in Honningsvaeg festmachen (außer den Hurtigrutern, die auch zweimal täglich kommen). Es können bis zu 6000 Menschen in dem Gebäude am Nordkap untergebracht werden, unfassbar.... In jedem noch so kleinen Hafen findet man "Rorbrues" (Hütten, mal auf Brücken, mal auf Fels), die an Angler vermietet werden, inkl. Angelboot. Da liegt man denn so in der schönsten Natur und es geht im Minutentakt: ränng, ränng, ränng, raus und rein, den ganzen Tag und die ganze Nacht. Bei völliger Windstille schaukelt Philomena eigentlich immer und man muss gut abfendern. Die Angler kennen nur zwei Fahrtstufen: Null und unendlich..... Gestern hatten wir Hafentag in Alta, weil wir Zischis Geburtstag nicht auf See feiern und auch die Felszeichnungen von Alta angucken wollten. Das hatte Zischi sich gewünscht und wer Geburtstag hat, ist für einen Tag der "Bestimmer". Natürlich bot sich beim Alta-Museum das gleiche Bild. Hier kommen zwar die Kreuzfahrer nicht hin, aber Busse, noch und nöcher.... Wir waren wohl die einzigen Touris, die mit einem öffentlichen Bus gefahren sind, jedenfalls zurück, hin sind wir gewandert.... Natürlich können wir verstehen, dass viele Menschen dieses wunderschöne Land sehen wollen. Wir sind ja deshalb auch hier. Und es ist wirklich wunderschön. Wir können gar nicht aufhören, davon zu schwärmen und wir können uns gar nicht sattsehen, an der Vielfältigkeit der verschiedenen Gegenden. Man könnte meinen, es wird mal langweilig, aber nix da, es gibt immer Neues zu entdecken. Ab und zu ein Seeadler, mal der eine oder andere Wal und Berge in allen Varianten wärmen uns das Herz. So, nun ist euch wahrscheinlich wieder ganz schwindelig vom Lesen und deshalb beende ich den Bericht für heute und hänge für die, die nicht bei Facebook sind ein paar Fotos ran. Fühlt euch alle mal feste gedrückt! Grüße von Philomena mit Eggert, Zisch und Rosi, z.Zt. Richtung Oksfjord unterwegs ============================================== Rosi Eckhoff, 23.7.2012 Hallo ihr, nun haben wir mal einen erzwungenen Hafentag, weil uns nicht nur die Windrichtung sondern auch die Windstärken nicht genehm sind. Ok, Harstad kannten wir zwar schon, aber jetzt haben die Geschäfte geöffnet, haha! Das gibt Gelegenheit, Schuhe und Handtaschen zu shoppen und auch für einen Friseurbesuch ist Zeit. Die Bordküche kann aufgefüllt werden, wir können lesen und schlafen und und und.... Das Tief kommt so von Island rüber und macht etwas Stress, naja, wird auch wieder besser. Uns geht es immer noch richtig gut. Seit ich mir in Tromsoe mal ordentliche Sommerschuhe mit Schafwollfütterung und ein Plüsch-Bettlaken gekauft habe, bin ich total oben auf und muss nicht mehr frieren. Sollen die Norweger doch in kurzen Hosen und Schlappen laufen, ich behalte meinen Underlayer immer noch an. Etwas tragisch ist die Zigarretten-Front. Zischis sind jetzt alle und ich drehe immer für ihn mit, damit er bloß nicht auf Entzug kommt. Der Tabak ist schon teuer, aber die Zigarretten sind unbezahlbar. Nun hat sich ja Janne für Anfang August angesagt und die kann dann wenigstens etwas für Abhilfe sorgen. Vorgestern haben wir eine echte Zufallsentdeckung gemacht. Wir sind mal in eine geschützte Bucht eingelaufen und siehe da, es war wild-romatisch, es gab einen kleinen Steg mit Strom und Wasser und die Leute waren total nett. Sie wollten auch kein Hafengeld haben, so von einer Yacht aus Hamburg. Am Abend kam dann noch die Sonne durch, die seit Tagen unter einer dicken Wolkendecke verschwunden war, UND es kreisten zwei Adler über dieser Bucht, mehr geht kaum. So in Etwa hatten wir uns das vorgestellt. Mit dem Boot werden wir jetzt wohl leider nicht mehr nach Narvik kommen, aber vielleicht leihen wir uns morgen mal wieder ein Auto und "cruisen" so ein bisschen rum. Die Ausleihe kostet ungefähr so viel, wie drei Bustickets und man kann sich doch etwas freier bewegen. Wenn der Wind durch ist, werden wir uns wieder Richtung Lofoten/Bodoe bewegen, um Tochter nebst Freund aufzupicken. Auf dem Hinweg sind die Vesteralen und die Lofoten ja etwas kurz gekommen, weil meine Kerle ja nur noch Monsterkrabben im Kopf hatten... :-) Das können wir jetzt auf dem Rückweg alles noch erkunden. Ich habe mich immer etwas über die norwegische Beflanzung gewundert und nun habe ich es raus. Bei uns in Hamburg ist der Flieder seit Monaten verblüht, hier versucht er immer noch krampfhaft durchzukommen. Jetzt ist hier gerade die Zeit der Rasenaussaat...... Wer allerdings "Sommerblumen" sucht, der sucht vergeblich. Neben den Frühlingsblumen (Tulpen, Stiefmütterchen, Flieder etc) sind hier schon Astern und Dahlien in schönster Blüte. Es geht sozusagen nahtlos von Frühling in den Herbst über, dabei hat hier die Saison gerade angefangen und in ca. 2,5 Wochen ist sie auch schon wieder vorbei. Das kann man auch an den Fahrplänen der Fähren erkennen, bis 15.August fahren sie relativ häufig, danach nur noch ganz früh morgens und spät abends. Es ist also eine andere Zeitrechnung. So, nun geht es zum Friseur und dann wird wieder Nahrung gesucht. Bis bald, Philomena mit Rosi, Zisch und Eggert ================================== Rosi Eckhoff, 29.7.2012 Hallo ihr Lieben, nachdem wir "Ferien" in Harstad hatten (drei Tage) und unser erster Versuch zu entkommen, gründlich misslungen ist (43kts Wind gegenan und der Strom kam auch von vorn....), sind wir vorgestern weiter nach Lödingen. Das Wetter war noch etwas "naja", aber der Strom hat uns mit bis zu 4kts Strom locker durch den Sund geschoben. Von Lödingen aus wollten wir eigentlich gleich wieder auf die Lofoten, haben uns aber spontan für Tranoy entschieden, um nicht alle Häfen auf der Seite auszulassen. Von da ab wurde es etwas, ja wie soll ich sagen...., märchenhaft? In Tranoy angekommen, es war Traumwetter, liegen wir völlig begeistert in einer Sommerfrische und eine norwegische Yacht läuft ein. Wir denn ja hin, zum Leinen annehmen, da wird uns schon von weitem freundlich zugewunken. Das hat uns etwas irritiert, weil wir weder Yacht noch Leute kannten. Kaum angekommen, werden wir total herzlich begrüßt und sofort zugebrabbelt, dass in Tranoy ein Knut-Hamsun-Festival stattfinden würde und es viele Galerien gäbe und und und.....Echt, wir hatten diese Leute noch nie gesehen..... Auf der Pier liegt ein alter Kutter und der ist zu einer Kneipe umgebaut. Man konnte da wunderbar in der Sonne sitzen und gemütlich essen, Fisch natürlich. Die Norweger saßen neben uns und erzählten munter weiter, dass wir doch die und die Ausstellung angucken müssten und so weiter.... Von der anderen Seite wurden von einem Norweger auf deutsch angesprochen, der zwei Jahre in Hamburg-Blankenese auf der Führungsakademie der BW war, er schwärmte von Hamburg und fand es ganz toll, dass wir in Norwegen rumsegeln. Nach dem Essen haben wir uns dann auf die Socken gemacht, Tranoy zu erkunden. Zunächst waren wir in einer Galerie (ja, auch Kunstbanausen machen das schon mal). Dort habe ich Bilder entdeckt, die hätte ich sofort gekauft, wenn der Geldbeutel es zugelassen hätte....Leider schon viel zu teuer.... Wir denn weiter..... Wie wir so an der Knut-Hamsun-Galerie vorbeikommen und gerade beschließen, och nööö, lass mal weiter gehen....., macht es "plopp" und eine Fee steht auf der Terrasse des Hauses und spricht mit uns. Wenn wir denn mal eine schöne Geschichte hören wollten. dann jetzt oder nie und sie hätte ja schließlich extra die deutsche Sprache erlernt und keiner würde kommen und überhaupt, das Haus würde Geschichte aus allen Poren verströmen und nun sollten wir doch mal bitte reinkommen.... Eggert, Zisch und ich waren etwas hypnotisiert und folgten ihr brav in das Wunderhaus. Die Fee erzählte dann von Knut Hamsun und wie schön seine Bücher sein und wie schwer sein Leben war. Das verknüpfte sie mit der Bilderausstellung in der Galerie, Bilder eines Taggers "Nobody", die ungeheuer wertvoll sind und dem Fußboden des Hauptraumes, der ungeheuer alt ist und dann wurden wir in den Keller geschleppt, in dem ein 300 Jahre alter Balken zu sehen war. Sie zeigte uns noch, wo wir die Open-Air-Kunstausstellung auf der Insel finden und erzählte uns, dass in jedem Jahr eine Skulptur hinzukäme und es eine Bilderausstellung in den Felsen gäbe.... Unsere Fee hatte zu guter Letzt auch noch einen selbstgebackenen Kuchen und frischen Kaffee auf den Tisch gezaubert. So saßen wir da und wunderten uns über den Zufall, dass wir in Tranoy gelandet waren, da sagt die Fee: "Es gibt keine Zufälle!" Wir waren dann sowohl fertig mit dem Kuchen, als auch überwältigt von unserem Erlebnis, gingen aus dem Haus und es machte "plopp" und unsere Fee war entschwunden. Anständigerweise machten wir uns auf den Marsch durch die Felsen und haben alle Skulpturen und Bilder gefunden, bis auf einen Steinwal, der mal da ist und mal nicht....nun war er wohl gerade nicht da..... Es war ein Supertag!! Gestern war dann das Wetter ganz blöd, flau und es hat dauernd geregnet. Wir haben uns trotzdem auf den Weg nach Kabelvaeg, Lofoten, gemacht, ohne die Lofoten überhaupt zu sehen (siehe Fotos). Das ist schon ein komisches Gefühl, weil man sie sonst problemlos auf 50 Meilen erkennen kann. In Kabelvaeg angekommen, brach die Sonne durch und das Wetter tat wieder einmal so, als wäre nichts gewesen. Heute sind wir bei schönstem Wetter nach Stamsund weiter. Wir gehen spazieren und innerhalb von drei Minuten war der Riesenberg, der gerade noch in der Sonne lag, einfach weg. Im Moment drizzelt es ein bisschen und deshalb freuen wir uns, dass man in ein Boot auch reingehen kann. So, nun ist die Märchenstunde vorbei und ich werde für heute schließen (ein paar Fotos sind im Anhang) Viele Knuddels Rosi mit Eggert und Zisch |


